Mirko Siakkou-Flodin – Kunst im Interesse der Kunden

Mirco Flodin at work

Eine besondere Ehre ist es, dass wir Mirko Siakkou-Flodin für weiteren hochspannende Kooperationsprojekte gewinnen konnten.

Seit 20 Jahren mischt Mirko Siakkou-Flodin Oberschwaben und viele Orte auf dem Globus auf mit seiner meist, aber nicht ausschließlich ums Metall kreisenden »Aktionskunst«. Mirko Siakkou-Flodin spinnt seine Biografie analog zur Wandelbarkeit von Metall. Klassisch ausgebildet in der Schmiede von Achim Kühn in Berlin, wo er noch drei Gesellenjahre dranhängte und an mehreren großen Bau-, Skulpturen- und Restaurierungsprojekten beteiligt war, brach sich bereits im dritten Lehrjahr die Lust am eigenen künstlerischen Ausdruck Bahn in zwei selbst entworfenen und geschmiedeten Skulpturen.

Danach wollte der junge Schmied lernen, von allen, derer er habhaft werden konnte. Als Startkapital ausgestattet mit einem Stipendium der Karl-Duisberg Gesellschaft – dem ersten dieser Art in Deutschland überhaupt – ansonsten aber nur mit Krankenversicherung, Zahnbürste und sprichwörtlicher Unterhose, machte sich der Deutsch-Grieche ab 1990 auf die Wanderschaft. Sie sollte zehn Jahre dauern und ihn durch 40 Länder führen. In den USA arbeitete er in sechs verschiedenen Werkstätten, unter anderem auch bei Albert Paley, oder er studierte tagelang Schmiedetechniken an den Gittern von Samuel Yellin in dessen Museum in Philadelphia. In Italien besuchte er Toni Benetton und lernte auf San Servolo bei Alfred Habermann. Inzwischen hat er auch den Meisterbrief und die Qualifikation als Restaurator im Handwerk in der Tasche.

Doch er studierte nicht nur das Handwerk selbst, sondern auch Werkzeuge, Betriebsführung, Kooperationsmodelle, Marketing, Ideenfindung, Kunstausstellungen, Skulpturen im öffentlichen Raum: »Das musst du machen, wenn du jung bist. Wenn mal Familie und Werkstatt dazukommen, ist diese Zeit vorbei«, sagt der dreifache Familienvater. Als »materialphilosophische Initialzündung« nennt Mirko Siakkou-Flodin seine erste Großskulptur »Metamofrog«, eine bunt-abstrakte Froschansammlung aus Stahl: »Sie ist die Schlüsselerlebnis-Skulptur meines Recycling-Schaffens«, sagt er rückblickend, »denn dank japanischer Papierfalttechnik verarbeitete ich 1,5 Tonnen Stahl ohne Abfall. Und auch, wenn ich kein weiteres Stahl-Origami gefertigt habe, blieb die totale Materialnutzungsphilosophie; die Idee, mit Material sortierter Schrottplätze zu arbeiten, was mir ermöglicht, am Ende der Wertschöpfungskette ohne Einschmelzen oder Logistik-Transporte sofort wieder Hochwertiges zu schaffen – auch energetisch betrachtet ein Perpetuum mobile«, sagt der Künstler.

Hier können Sie den gesamten Bericht lesen!

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